| Titel | Einordnung: Bildungsforschung und -praxis in Verhältnissen „Gestaltender Bildungsforschung“ im Kontext der Digitalisierung |
| Publication Type | Journal Article |
| Year of Publication | Submitted |
| Authors | Kerres, M, Heinemann, A |
| Journal | Medienpädagogik. Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung |
| Abstract | Dieses Themenheft adressiert Verhältnisse von Bildungsforschung und Bildungspraxis in Projekten zur Digitalisierung. Sichtbar werden die Bandbreite verschiedener Akteurskonstellationen, die unterschiedliche Anlage der Formen des Zusammenwirkens und die Varianten ihrer theoretischen Rahmung. Der vorliegende Beitrag versucht, diese Positionierungen einzuordnen, vor allem mit Bezug auf den Ansatz des Design-Based Research (DBR), der die Diskussion zu Educational Technology im internationalen Raum prägt. Dem DBR-Ansatz ist ein Optimierungsparadigma hinterlegt, der aus erziehungswissenschaftlicher Sicht kritisiert werden kann, weil er die soziale Dynamik des pädagogischen Raums und die Systemdifferenz von Wissenschaft und Bildungspraxis ausblendet. Die qualitative Bildungsforschung betont dagegen das tiefergehende Verstehen und Reflektieren sozialer Praktiken. Ausgehend von der Systemdifferenz integriert eine „gestaltende Bildungsforschung“ neben iterativen Zyklen mit ihrem Anliegen der Optimierung auch qualitative Zugänge mit dem Ziel des Sinnverstehens und der Rekonstruktion. Ihr Ziel ist es, die Bandbreite möglicher Formate des Zusammenwirkens – von experimentell angelegten Forschung, über ethnografische Studien bis zur dialogischen Ko-Konstruktion – zu systematisieren und zu integrieren, um Bildungsinnovationen nachhaltig reflektieren und theoretisch modellieren zu können. |