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Forschung am Learning Lab | Lehrstuhl für Mediendidaktik und Wissensmanagement basiert auf dem Ansatz der Gestaltungsorientierten Bildungsforschung. Ausgehend von Bildungsproblemen bzw. -anliegen aus dem "Feld" geht es darum, gemeinsam mit Partnern Lösungen zu erproben und zugleich einen Betirag zur Modellbildung in der wissenschaftlichen Diskussion zu entwickeln. 

Diese Forschung verknüpft die deutschsprachige Tradition der Didaktik mit der internationalen Diskusson über Instructional Design. Ein Schwerpunkt der Didaktik ist die Begründung von und Auseinandersetzung mit Zielen von Unterricht: Zentrale Kategorie ist der (nur im deutschen so verwendete) Begriff der Bildung und damit die Frage, was sollte gelehrt werden, was sollten Ziele und Inhalte von Lernangeboten sein? Instructional Design fokussiert dagegen die didaktsichen Methoden und Medien des Lehrens und Lernens. Diese Tradition hat ihre Wurzeln in der lehr-lernpsychologischen Forschung; ihr Forschungsansatz ist stark empirisch geprägt. Begründet wurde sie vor allem durch die Arbeiten von Robert Gagné an der Florida State University. 

Beide Stränge ergänzen sich, wenn wir das Lehren und Lernen im pädagogischen Feld forschend durchdringen und Aussagen zur Gestaltung von Bildungsangeboten machen wollen: Die Auseinandersetzung mit den Ziel- und Inhaltskategorien einerseits und die Auswahl von didaktischen Methoden und Medien andererseits bedingen sich - wie Heimann es bereits beschrieben hatte - wechselseitig. Der Begriff "didaktisches Design" zeigt die Verschränkung dieser beider Stränge an. Mit der Position des Pragmatismus, wie sie Dewey in der Erziehungswissenchaft entwickelt hat, sehen wir einen Weg, diese Position theoretisch zu begründen. 

Die gestaltungsorientierte Mediendidaktik geht davon aus, dass der Digitalisierung  bzw. Mediatisierung keine didaktische Wertigkeit an sich zugeschrieben werden kann: Ihre Qualität kann erst im Nutzungszusammenhang sichtbar werden. Deswegen legt sie den Fokus auf den Designprozess: die Konzeption und Entwicklung mediengestützter Lernangebote, die in Lernarrangements verschiedenartige digitale Technologien mit personalen Dienstleistungen koppelt, sei es als Face-to-face Beratung, Coaching, Unterricht usw. 

Das Anliegen der gestaltungsorientierten Bildungsforschung besteht darin, eine Lösung für ein Bildungsproblem bzw. -anliegen zu erarbeiten und dazu stehen eine Reihe von analytischen Instrumentarien zur Verfügung: die Analyse der Zielgruppe und der Rahmenbedingungen sowie die Spezifikation der Lehrinhalte und -ziele, aus denen sich dann Entscheidungen ableiten lassen für die Auswahl von didaktischen Methoden und Medien. Die Lernorganisation eröffnet bei mediengestützten Angeboten schließlich - gegenüber traditionellen Angeboten - eine Fülle zusätzlicher Gestaltungsoptionen, die Möglichkeiten bieten, Lernangebote noch besser auf die Bedürfnisse von Lernenden und Organisationen anzupassen. 

E-Learning umfasst alle Formen der Nutzung digitaler Medien für das Lehren und Lernen und ist zunehmend ein selbstverständlicher Bestandteil der Bildungsarbeit in den Bildungssektoren. Doch die Digitalisierung der Bildung geht weiter: Sie umfasst alle Teilprozesse der Bildungsarbeit (Planung und Organisation, Beratung und Diagnostik, Durchführung und Evaluation etc.) und wird das Lernen, jenseits traditioneller - auf Unterricht basierender - Formate, künftig entwickeln. 

Die gestaltungsorientierte Mediendidaktik wird in dem Lehrbuch Mediendidaktik mit dem Begleitweb Mediendidaktik erläutert. Ein didaktisches Konzept kann erstellt werden mit dem didaktikcheck.de. Freien Zugang zu Fällen sowie zu den (kostenpflichtigen) Studienangeboten (Educational Media & Educational Leadership= finden sich  auf der Lernplattform online-campus.net

 

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